Digitalagentur aus Köln – Railslove

Alien Illustration mit einem grünen Alien, das einen Hot Dog in der einen und eine Fahne mit einem Herz drauf in der anderen hält.
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Feedback – Zwischen Panik und Ponyhof​

 

Feedbackkultur im Team

Feedback ist einer der stärksten emotionalen Trigger im Arbeitsalltag. Kaum ein Thema sorgt für so viel Unsicherheit, Erwartungsdruck und innere Abwehr – und gleichzeitig für so viel Entwicklungspotenzial.

Als Team haben wir uns intensiv mit dem Stellenwert von Feedback in unserer Unternehmenskultur beschäftigt. Welche Ziele verfolgen wir mit Feedback? Wie schaffen wir Formate, die Vertrauen stärken? Und was braucht es, um Feedback sinnvoll zu geben, anzunehmen und umzusetzen.

 

Warum Feedback oft Angst macht

„Darf ich dir dazu Feedback geben?“ – eine scheinbar harmlose Frage, die viele direkt aus der Komfortzone holt. Feedback bewegt sich oft zwischen dem Wunsch nach Wertschätzung und der Angst vor Ablehnung.

Typische Gedanken sind:

  • Erfülle ich die Erwartungen?

  • Werde ich gerade bewertet?

  • Warum kommt dieses Feedback ausgerechnet jetzt?

  • Und warum von jemandem, mit dem ich kaum zusammenarbeite?

Diese Unsicherheiten sind absolut menschlich. Genau deshalb haben wir uns entschieden, Feedback nicht dem Zufall zu überlassen, sondern bewusst als Lernfeld zu begreifen.

 

Was Feedback für uns bedeutet

Feedback ist allgegenwärtig – im Job wie im Leben. Direkt, indirekt, gewollt oder ungewollt. Statt es zu vermeiden, wollten wir gemeinsam definieren, was Feedback für uns leisten soll – und was nicht.

Ziele einer gesunden Feedbackkultur

  • Vertrauen im Team stärken

  • persönliches und fachliches Wachstum ermöglichen

  • Missverständnisse frühzeitig klären

  • Zusammenarbeit verbessern

Feedback soll helfen, nicht verletzen. Und es funktioniert nur, wenn alle Beteiligten wissen, worum es geht.

 

Feedback: Was es ist – und was nicht

Mindestens genauso wichtig wie Ziele sind klare Abgrenzungen.

Feedback ist für uns:

  • kein Top-down-Monolog

  • keine Mängelliste

  • kein standardisierter Prozess zur Leistungsbewertung

Feedback muss sich mit dem Team weiterentwickeln. Starre Modelle würden Dynamik, Lernen und Entwicklung verhindern – und genau das Gegenteil dessen bewirken, was wir erreichen wollen.

 

Vertrauen schaffen: So leben wir Feedback im Alltag

Ein einzelner Workshop reicht nicht aus, um eine gesunde Feedbackkultur zu etablieren. Entscheidend sind kontinuierliche, vertrauensbildende Formate.

Dazu gehören bei uns unter anderem:

  • Mentoring-Programme

  • gemeinsame Strategie-Meetings mit hoher Transparenz

  • wöchentliche Check-ins („Bergfest“)

  • Pairing-Sessions

  • Offsites und gemeinsame Feiern

Diese Formate stärken die Teambeziehung und schaffen Sicherheit. Auf dieser Basis kann ehrliches Feedback entstehen – ohne Angst, ohne Schuldzuweisungen.

Fragen zum Thema Feedback, die man sich als Team stellen kann.

Feedback als Teil einer gesunden Fehlerkultur

Niemand hat Lust, mit unausgesprochenen Konflikten oder „Elefanten im Raum“ in den Feierabend zu gehen. Offenes Feedback hilft, Spannungen früh zu lösen und eine konstruktive Fehlerkultur aufzubauen.

Fehler gehören dazu. Wichtig ist, dass niemand sich dafür verstecken muss.

Allein die gemeinsame Auseinandersetzung mit Feedback schafft Vertrauen, weil alle zur Partizipation eingeladen sind.

Warum wir Feedback geben wollen

Unsere Motivation ist klar: Feedback soll helfen, Fremd- und Selbstwahrnehmung abzugleichen.

Das bedeutet:

  • Stärken sichtbar machen

  • positives Verhalten bewusst benennen

  • problematische Muster früh ansprechen

  • gemeinsame Lösungen finden

Ein ehrliches „Das hast du richtig gut gemacht“ wirkt oft stärker als erwartet. Gleichzeitig hilft konstruktives Feedback, negative Dynamiken zu stoppen, bevor sie größer werden.

 

Feedback annehmen und reflektieren

Feedback anzunehmen ist wie in einen sprechenden Spiegel zu schauen. Es zeigt, wie das eigene Verhalten auf andere wirkt.

Dabei sind alle Reaktionen erlaubt:

  • Nachdenken

  • Nachfragen

  • Abstand nehmen

  • Feedback auch einmal liegen lassen

Es ist völlig legitim zu sagen: „Danke, ich brauche Zeit, um darüber nachzudenken.“
Am Ende entscheidet jede Person selbst, was sie annimmt und was nicht.

Diese bewusste Auseinandersetzung stärkt Selbstführung und persönliche Verantwortung – zentrale Bausteine unserer Unternehmenskultur.

Der richtige Zeitpunkt für Feedback

Feedback sollte im Team in alle Richtungen möglich sein – regelmäßig, niedrigschwellig und situationsbezogen.

Jahresgespräche allein reichen dafür nicht aus. Niemand möchte nach Monaten erfahren, dass sich Probleme angestaut haben. Feedback gehört in den Alltag und sollte nicht stattfinden, wenn Beteiligte stark unter Stress stehen.

Aktuell beschäftigen wir uns intensiv mit der Frage:

  • Von wem will ich Feedback?

  • Sollte man Feedback aktiv einfordern?

  • Welche Perspektiven sind besonders wertvoll?

Feedback als kontinuierlicher Prozess

Unser erster Workshop war ein Auftakt – kein Abschluss. Feedback ist ein Prozess, der immer wieder hinterfragt, angepasst und weiterentwickelt werden muss.

Unser Ziel ist eine Feedbackkultur, die verbindet, stärkt und Entwicklung ermöglicht – ohne Panik, aber auch ohne Ponyhof.

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Unsere Buchempfehlung: Thanks for the Feedback  – Stone and Heen

 

eine illustration, die einen Globus mit einem grünen Blatt und einem Schloss mit einem Herz drauf zeigt

Wir wollen Austausch!

Wie bindet ihr Feedback in eure Unternehmenskultur ein?

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