Digitale Kontaktnachverfolgung und nachhaltige Unterbrechung der Corona Infektionsketten

Hiermit lade ich, Jan Kus, Geschäftsführer und Gründer von und Macher der recover App, folgende Parteien zur Entwicklung und Umsetzung einer datenschutzkonformen, digitalen Lösung für die Kontaktnachverfolgung im öffentlichen Raum ein:

  1. Startups mit digitalen Lösungen zur Kontaktdatenerfassung, wie https://www.checkyn.de/, https://darfichrein.de, https://e-guest.de/, https://corona-anmeldung.de, https://www.checkin.jetzt/, https://recoverapp.de u. a.
  2. Gesundheitsminister Jens Spahn und seine Mitarbeiter
  3. Die Vorstände, Projektleiter und Entwickler der Corona-Warn-App, seitens Deutsche Telekom und SAP.

Durch eine Zusammenarbeit versprechen wir uns folgenden Nutzen für die Zivilgesellschaft:

  • Effektive Unterbrechung der Infektionsketten mithilfe digitaler Lösungen
  • Verhinderung von Datenmissbrauch durch sichere, digitale Datenverschlüsselung
  • Wachsende Akzeptanz digitaler Werkzeuge bei Ordnungshütern auf Bund- und Länderebene
  • Stärkung des Technologiestandorts Deutschland, durch Zusammenarbeit zwischen Bund, Corona-Warn-App (SAP, Deutsche Telekom) und Technologie Startups (recover, etc.).
  • Verbreitung der Corona-Warn-App durch millionenfache Nutzung der digitalen Lösungen zur Kontaktdatenerfassung

Hintergrund

Ein leckeres Kaltgetränk mit guten Freunden, draußen in der lauen Sommernacht. Das war gestern, jetzt stehen Herbst und Winter vor der Tür. Das verlagert unseren Lebensmittelpunkt nach Drinnen, ebenso die Gefahr einer Ansteckung mit dem Corona-Virus. Soweit nichts Neues. Die politische Debatte der letzten Tage (Markus Lanz, Anne Will, WDR Lokalzeit, etc.) rund um das Thema Kontaktnachverfolgung hat gezeigt, dass die bisherigen Maßnahmen (Corona-Warn-App des Bundes und die zumeist analoge Erfassung der Kontaktdaten der Gäste durch Gastronomen und Veranstalter) keine zufriedenstellende Lösung darstellen.

Donald Duck, Trump & Co – Problem der Zettelwirtschaft

Vielerorts wird auf digitale Lösungen zur Kontaktdatenerfassung verzichtet und auf Zettel zurückgegriffen. Neben Rechtswidrigkeiten wie Stalking und Datenmissbrauch, ist die Konsequenz der wenig datenschutzkonformen Zettelwirtschaft, dass sich viele Gäste als Donald Duck, Trump oder mit anderen Fake-Namen eintragen. Das Problem: Infektionsketten sind ab hier nicht mehr zurückzuverfolgen. Digitale Lösungen zur Kontaktdatenerfassung haben kein Donald-Duck, Trump & Co Problem! Die durchgängige Verschlüsselung und das Versprechen die persönlichen Daten nur zur Kontaktdatenerfassung zu nutzen, schafft so großes Vertrauen, dass die Gäste hier ihre korrekten Kontaktdaten angeben.

„Überprüfungen von Stichproben haben gezeigt, dass mehr als 99% der Anmeldungen mit Checkyn vollständig und plausibel sind.“ -- Dietmar Meister, Gründer Checkyn

Torpedierung von recover & Co durch neue Verordnung

Digitale Lösungen zur Kontaktdatenerfassung, die persönliche Daten von Nutzern nur auf deren Smartphone speichern und verschlüsselt an Veranstalter und Gastronomen übermitteln und erst im Falle einer Anfrage vom Gesundheitsamt entschlüsselt werden dürfen, werden durch die seit dem 1.10.2020 geltende Verordnung torpediert. Ordnungshüter sollen jetzt live Einsicht in die Kontaktdaten von Gästen und Besuchern nehmen dürfen und führen damit die Datenverschlüsselung ad absurdum. Für viele Startups im Bereich digitale Kontaktdatenerfassung, geht die neue Verordnung wider der ursprünglichen Bestrebung, eine DSGVO-konforme Lösung zur Verfügung zu stellen. Die Verordnung erfordert entweder eine komplette Systemumstellung mit Integration einer Schnittstelle für Ordnungshüter oder schlichtweg das Ende des GeschäftsModells.

Traumhochzeit bzw. integrierter Lösungsansatz

Bevor wir jedoch den Kopf in den Sand stecken, möchten wir einen, für alle zufriedenstellenden, verordnungskonformen und digitalen Lösungsvorschlag unterbreiten: Wir verheiraten die Corona-Warn-App mit den existierenden Lösungen zur digitalen Kontaktdatenerfassung. Und das ist einfacher als man denkt.

Einfache technische Umsetzung

Das Prinzip der Corona-Warn-App zeigt, dass es keine explizite Eingabe der Gäste-Daten braucht, um eine Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen. Es wird lediglich eine gemeinsame Schnittstelle zwischen Corona-Warn-App und den digitalen Lösungen zur Kontaktdatenerfassung benötigt, die es dem Gast eines Restaurants oder einer Veranstaltung ermöglicht seinen Besuch zu erfassen. Um Missverständnissen vorzubeugen: Der Nutzer soll nicht seine persönlichen Daten in die Corona-Warn-App eingeben.

Lösungsvorschläge

A) Die Corona-Warn-App ermöglicht das Abfotografieren des QR-Codes, der Lösung zur digitalen Kontaktdatenerfassung. Der Gast kann sich so aktiv via Scan einchecken und die Corona-Warn-App sendet den anonymisierten Datensatz des Gastes, via verschlüsseltem Token, an recover & co. Ab hier funktioniert alles wie gehabt: der Gastronom oder Veranstalter stellt sicher, dass die Gäste eingecheckt sind und kann die relevanten Daten der Gäste im Infektionsfall, an das zuständige Gesundheitsamt weiterleiten.

B) Sollte eine Integration der digitalen Lösungen zur Kontaktdatenerfassung in die Nutzeroberfläche der Corona-Warn-App nicht möglich sein, so bräuchte es lediglich die Möglichkeit des QR-Code Scans innerhalb der Corona-Warn-App. Von hier würde dann auf die Landingpage der digitalen Lösung zur Kontaktdatenerfassung weitergeleitet und wie bisher verfahren.

Zertifizierung

Zur Sicherstellung der datenschutzkonformen Nutzung der Corona-Warn-App würde eine Zertifizierung von recover & Co durch die Deutsche Telekom und SAP erfolgen. Mögliche Kriterien für die Zertifizierung:

  • Datensparsamkeit - der Anbieter speichert nur die nötigsten Daten und löscht sie nach dem vom Gesetzgeber vorgeschriebenem Zeitraum
  • Sicherheit - die Daten werden durch ein sicheres, asymmetrisches Verschlüsselungsverfahren verschlüsselt gespcheichert und nur für Zwecke der Kontaktnachverfolgung genutzt
  • Transparenz - alle Aktionen werden vom Anbieter geloggt - vor allem die Entschlüsselung
  • Die Anbieter verständigen sich darauf, die Daten nicht selber einsehen zu können, zu keinem Zeitpunkt

Städtische Unterstützung

Die Stadt Köln begrüßt eine digitale und datenschutzkonforme Umsetzung nicht nur vor dem Hintergrund digitaler Innovation, sondern vor allem deshalb, weil sich aus einem kontaktlosen Prozess, einer schnelleren Rückverfolgbarkeit und verkürzten Bearbeitungszeiten unter epidemiologischen Gesichtspunkten ein Mehrwert ergibt.

„Wir wollen diesen Prozess medienbruchfrei von Ende zu Ende realisiert wissen und werden als Stadt entsprechende Möglichkeiten beziehungsweise Schnittstellen zur Weiterverarbeitung relevanter Daten beim Gesundheitsamt schaffen.“ -- Stephan Keller, Stadtdirektor und Leiter des Corona-Krisenstabs (Pressemitteilung)

Ausblick

Eine gemeinsam erarbeitete, vollständig digitale Lösung zur Kontaktdatenerfassung, würde das Ende von Donald Duck, Trump & Co bedeuten, die Reichweite der Corona-Warn-App erhöhen und das Arbeitspensum der Ordnungshüter reduzieren. Durch gezielte Schulung der Außendienstmitarbeiter von Städten, Kommunen und entsprechenden Ämtern, durch recover & co, könnten diese im besten Fall zu Multiplikatoren der Kontaktdaten-Digitalisierung werden und aktiv zur Unterbrechung der Infektionsketten beitragen.

Call to Action

Arbeitet ihr an digitalen Lösungen zur Kontaktdatenerfassung, seid Mitarbeitende im Gesundheitsministerium oder wart ihr selber an der Entwicklung der Corona-Warn-App beteiligt? Lasst uns gemeinsam an einer datenschutzkonformen, digitalen Lösung für die Kontaktnachverfolgung im öffentlichen Raum arbeiten und die Corona-Infektionsketten nachhaltig unterbrechen.

Ich würde es herzlich begrüßen, wenn wir gemeinsam eine Terminfindung starten könnten um das Thema zu erörtern. Bei Interesse freue ich mich über eine Rückmeldung an jan@railslove.com oder unter der Telefonnummer +491791353539

Lasst uns reden!

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