Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit - in 108,5 Schritten?

Wir wollen der Herausforderung kritisch und mit offenen Augen begegnen.

Doch wie schafft man es nicht mit dem erhobenem Zeigefinger rumzulaufen, langfristig Maßnahmen zum Standard zu machen und Freude an dem Thema zu haben?

Fragen, die nicht nur mit Verantwortung im Unternehmen zu tun haben, sondern auch mit uns als Team einer Digitalagentur, mit uns als Privatpersonen, als Mitglieder dieser Gesellschaft. 

Unsere Pausengespräche kreisen oft um diverse Nachhaltigkeitsthemen - Hardware, vegane Rucksäcke, Büroutensilien, was kommt auf den Teller, welche Hafermilch eignet sich am besten für den Kaffee.

Neugier ist also durchaus vorhanden, doch wo anfangen, welche Ziele setzen und wer hat im Alltag überhaupt Zeit für das Ganze?

ERSTER SCHRITT: Eine Inventur - ist ja nicht so, als würden wir bei Null anfangen.

Wir trennen Müll, im Getränkelager stapeln sich Mehrwegflaschen, Toilettenpapier von Goldeimer, ist ein Flug unumgänglich, kompensieren wir diesen über goldstandard, vegane Seife und andere Öko-Putzmittel, alles läuft mit Ökostrom, auch die Lampen mit Bewegungssensoren. Der Drucker ist zu einem Staubfänger mutiert. Pflanzen in jedem Raum. Kaffee? Oh ja, wenn er fair gehandelt ist und lecker.

Ist ja schon mal was, aber irgendwie doch Basics, die für niemanden eine Einschränkung im Alltag darstellen.

KOMMUNIKATION, SEILCHENSPRINGEN UND HERZ AUSSCHÜTTEN

Nun bedeutet Nachhaltigkeit nicht nur Umweltschutz, sondern auch Verantwortung uns und unserem sozialen Ökosystem gegenüber - UND DAS IST VOLL UNSER DING. Corporate Social Responsibility, wie es so schön heißt*, ob Mitarbeiterzufriedenheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder Gesundheit - Für uns ist klar: wenn man nicht gern zusammen oder unter belastenden Umständen arbeitet, scheint die gemeinsame Umsetzung von Zielen aus unserer Sicht eher schwierig.

Was wir bereits tun? Bei uns kann jeder ein Jobrad bekommen, ein Auto nutzt niemand bei uns. Es gibt eine Urban Sports Club Mitgliedschaft für die Fitness, einmal pro Woche machen wir auch gemeinsam Sport auf dem Basketballplatz mit Till, unsere Tische sind höhenverstellbar, wer mag sitzt auf dem Stuhl oder streckt die Beine auf der Couch aus. Remote arbeiten gehört bei uns schon immer dazu, auch hier ist die Kommunikation das A&O.

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Beim wöchentlichen Bergfest erzählt jeder reihum wie er /sie sich fühlt, was aktuell in Projekten los ist - einfach mal das Herz ausschütten im Railslovekreis, beugt Missverständnissen vor und tut einfach gut. Zusätzlich gibt es ein Mentoring Programm: hier kann der Mentee einfach mal drauf los quatschen, was klappt gut, worauf ist man stolz, welche Ziele hat man, was nervt - beruflich oder privat.

ZWEITER SCHRITT

Wir gründen ein Sustainability Team, jetzt geht gilt es weitere Pläne umzusetzen.

Eine Grundlage auf der man aufbauen kann scheint vorhanden, doch was nun? Was wollen wir zum Standard machen? Wo stößt man als digitales Unternehmen an seine Grenzen und widersprechen sich IT und Nachhaltigkeit nicht sowieso generell?

Unser Ziel ist klar - Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil bei Railslove machen, von Köln aus sozial verantwortlich handeln, mit Code, Design und Verstand.

Was brauchen wir jetzt? Mehr Knowhow und eine gute Agenda. Hierzu haben wir u.a. ein Nachhaltigkeits Meetup ins Leben gerufen, um uns zu vernetzen und mehr Perspektive zu bekommen. Wir reden mit Experten, schauen uns das Zertifizierungsprogramme der B Corporation an und lassen uns über Climate Partner unseren Co2-Fußabdruck berechnen, um klimaneutral zu werden.

Viele Erkenntnisse, viele Möglichkeiten, viele Fragen. Auf die Herausforderungen freuen wir uns, stolpern ist ok, der Weg ist hier das Ziel und angesichts des Klimawandels gibt es hier auch kein zurück mehr.

Challenge accepted.

*für mehr Orientierung lohnt ein Blick in die von der UN vorgegebenen SDG’s

Icon: Daniel Khaapamyaki Text: Martha Biadun

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