Railslove(s) BarCampRuhr
Vorspann
Vorweg möchte ich kurz erzählen wie lange es gedauert hat bis ich zu diesem ersten Satz gekommen bin: Tim und ich sitzen gerade im Auto auf dem Weg zum Seminar nach Gummersbach. Ich hatte mir vorgenommen diese Stunde für diesen Blogpost zu nutzen, doch eine Dreiviertelstunde ist nun vergangen und ich hänge am ersten Satz. Warum? Weil mein MacBook scheinbar einen Hardwarefehler hatte: Ich konnte nichts Sinnvolles tippen, weil mir dauernd Zeichenketten wie “9999@@@—” oder “=======00099099888======” zwischen den eigentlichen Zeichen reinrutschten. Zunächst dachten wir meine Tasten klemmen, dann versuchte ich vergeblich jegliche Resets durchzuführen, die es für ein MacBook gibt (PRAM, SMC, …). Nichts. In diesem Moment gab es nur noch zwei Alternativen: Entweder ich fange an mitten auf der A4 meine Tastatur auseinander zu nehmen und jede Taste auf verklemmte Brotkrümel zu prüfen oder Tim setzt mich bei Gravis ab. Doch dann greift Tim hinter den Fahrersitz - “Moment mal…” - und holt sein dünnes Wireless Keyboard von Apple hervor, das ich am Tag zuvor mit meinem Book gepaired habe… Wir haben wieder einmal dazu gerlernt.
Das Barcamp
Am letzten Wochenende (15.-16.03.) hat sich die Gemeinde2.0, die Blogger, Twitterer, Lehrer, und, und, und… im Essener Unperfekthaus zum Campen getroffen. Für das Railslove-Team war es das erste in diesem Jahr.
Was cool war: Die Location
Die Location hat ohne Frage gerockt! Das Unperfekthaus ist ein ehemaliges Kloster in der Essener Innenstadt, das für Künstler, Musiker, all die anderen kreativen Leute und auch einfach nur Besuchern zum Arbeiten, Diskutieren und Austauschen seine Tore öffnet. Schon das Erdgeschoss lässt die Aura des Hauses direkt erkennen: Chillige Musik im kleinen Café mit netter Bedienung neben dem einzigartigen Erlebnis-WC. Auf fast allen weiteren Etagen fanden die BarCamp-Sessions statt. Die einzelnen Räume waren allerdings nicht, wie bei den letzten Malen üblich, nach den Sponsoren benannt, sondern nach den Städten des Ruhrpotts - ein schönes unaufdringliches Sponsoring. Auf der obersten Etage des Unperfekthauses bildete der Wintergarten des Hauses und die nicht zu kleine Dachterasse das Zentrum des Camps. Da der Samstag uns reichlich Sonne bescherte war das natürlich optimal.
Barcamp Ruhr - Unperfekthaus Essen from Johannes Kleske on Vimeo.
Was noch cooler war: Die Organisation
Sehr viel Mühe haben sich die mitwirkenden Organisatoren der Veranstaltung gemacht: Neben der sehr gut gelegenen, offenen Location herrschte auf dem Camp eine sehr häusliche und lockere Atmosphäre ohne Stress und Organisationslücken. Kathrin, Stefan (und so viele weitere Helfer) sei an dieser Stelle noch mal ein Dankeschön dafür ausgesprochen. Ausgesprochen gut war auch das Konzept der zweigeteilten Anmeldeliste: So konnten erfreulich viele Neulinge begrüßt werden, welche die BarCamp-Idee in ganz neue Gebiete verbreiten werden. Einmalig bei deutschen BarCamps war zudem die Übernachtungsmöglichkeit von Samstag auf Sonntag.
Sessions und Themen
Neben dem üblichen BarCamp-Allerlei gab es in Essen einen Musik- und Netlabel-Schwerpunkt mit eigenem Track auf dem Sessionboard. Passend dazu fanden am Samstagabend Konzerte im Haus statt - leider war unser Team hier nicht mehr dabei. Zwar schien das Sessionboard im Vergleich zu den vorherigen von uns besuchten Camps nicht allzu voll, jedoch waren die angebotenen Themen äußerst spannend: Das Spektrum reichte von Musik und Netz, Live Video-Streaming und alternative Lizensierungsverfahren multimedialer Inhalte, über die vielfältigen Entwicklungs-Sessions zu HTML 5, XHTML 2, YAML, … bis hin zu Best Practice-Techniken in Projektgruppen und Gründerberatung. Die PowerPoint-Karaoke am Samstagabend sorgte mit viel Wurst, Symmetrie und der Bevölkerung des Münsterlands für weitere sehr sehr lustige Stunden.
iKamikaze loves Barcamp
Natürlich war auch Railslove mit ihrem special-guest Projektmitglied Basti mit seiner eigenen Session am Start: Das iKamikaze-Team gab die neuesten Infos zum bereits auf dem Kölner Web Montag vorgestellten iPhone-Killer und diskutierte mit den Teilnehmern zum Thema Device-Security. Kamikaze ist unser erstes, freies Projekt für iPhone- und iPod touch-User: Unser Ziel ist es, der Community eine Anwendung zur Verfügung zu stellen, mit der ihre Daten auf dem iPhone gespeichert und auf verschiedenen Wegen vor Missbrauch geschützt werden können. Dies kann durch einfaches Löschen von Adressbüchern des Geräts über die Web-Applikation, bis hin von der Verschlüsselung oder sicheren Zerstörung der abgespeicherten E-Mails geschehen. Interessant wird dies, wenn das iPhone unfreiwillig seinen rechtmäßigen Beistzer wechselt oder verloren gehen sollte. Jeder bei iKamikaze angemeldete Benutzer kann sich auf einer seine eigenen Workflows zusammenstellen und sie dann aktivieren, wenn es notwendig wird - über den Browser oder per SMS. In Zukunft sind noch weitere Features geplant, weitere Informationen findet ihr auf Slideshare, bei Twitter oder bald auf der eigenen Projektseite.
Railslove did love BarCampRuhr!
Die Orga war spitze, das Essen lecker, die Sessions heiß, das Haus perfekt - nur eins sorgte am Sonntagmorgen für einen richtigen Stimmungstiefpunkt: Mehrere Geräte sind am Abend zuvor abhanden gekommen. Leider ist nicht die ganze Welt so social, wie man in dieser inspirierenden Atmosphäre manchmal glauben möchte.
Update: Ein paar Fotos findet Ihr auf ipernity: http://www.ipernity.com/doc/koos/album/57396
Comments
2 Responses to “Railslove(s) BarCampRuhr”
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Schade ich hab die Session leider verpasst. Aber cool das ich mir die Slides hier nochmal reinziehen kann. Thnks.
Danke für die Slides, kann leider nicht auf jedes BarCamp .. leider leider